Schulgeschichte

Die Schule am Katernberg hat eine lange Geschichte und ist sehr eng mit dem Standort an der Kruppstraße verbunden.

Bis zum Jahre 1802 unterrichteten die Lehrer die Kinder auf den Bauhöfen der Umgebung. Die Lehrer wurden mit Naturalien bezahlt, gelegentlich bekamen sie auch etwas Geld zugesteckt. Dank einer Elterninitiative wurde am Herberts Katernberg 35 das erste Schulgebäude errichtet. Der Klassenraum wurde durch Spenden finanziert und war 9×9 Meter groß. In diesem Raum wurden etwa 100 Kinder unterrichtet. Hauptfach war Religion.

katernberger_schulwegIm Jahr 1859 wurde beschlossen, dass ein neues Schulhaus am Katernberger Schulweg gebaut werden musste. Die alte Schule platzte aus allen Nähten. Mit der neuen Schule begann der Schulunterricht in Rechnen, Lesen und Schreiben. Dadurch konnten die Schüler die vielen Berufe in den wachsenden Industriestädten Elberfeld und Barmen bekommen. Bis zu 70 Kinder gehörten damals zu einer Klasse. Bis zum Bau der Hauptschule an der Kruppstraße 1969 wurde das Schulgebäude am Katernberger Schulweg von allen Kindern am Katernberg genutzt, aber schon in der Nachkriegszeit herrschte Raumnot. Viele Klassen wurden in Holzbaracken unterrichtet, die um den Schulhof herum aufgebaut waren. Teilweise musste der Unterricht sogar im Wechsel stattfinden: eine Klasse hatte vormittags Unterricht, die andere nachmittags. Mittlerweile wurde das Gebäude im Jahr 2012 abgerissen und musste einem Neubau weichen.

Der Stadtteil, der ursprünglich landwirtschaftlich geprägt war, entwickelte sich zu einem beliebten Wohnviertel. Neue Siedlungen entstanden bis auf den Höhenrücken am Eckbusch. Am 01.08.1968 teilte sich die damalige Volksschule in die Grund- und Hauptschule. Wir feiern also im Jahr 2018 das 50jährige Jubiläum der Grundschule. Das heutige Schulgebäude der Grundschule wurde 1977 eröffnet.

Nach einer 200-jährigen Geschichte, sollte auf Wunsch der Stadt Wuppertal der Beschluss gefasst werden, die Grundschule Kruppstraße am Katernberg im Jahre 2002 zu schließen. Nur dem Einsatz von Eltern und Lehrern ist es zu verdanken, dass die Grundschule auch in Zukunft erhalten bleibt. Sie bedeutete seit jeher ein Stück Identifikation der Bewohner mit ihrem Stadtteil. Und so verstehen wir auch immer noch den Standort!

hofvonvorne Im Jahr 2016 wurde der Ratsbeschluss gefasst, dass das vierzig Jahre alte Gebäude im Zuge einer Sanierung nicht mehr zu retten ist, und durch einen großen und modernen Neubau ersetzt wird. Das bedeutet die Möglichkeit eines modernen Unterrichtes durch große Räume mit Differenzierungsräumen und genug Platz zur Unterbringung der zur Zeit 150 Kinder in unseren Betreuungsmaßnahmen. Durch eine Neuausrichtung in der Schulentwicklung erhalten wir außerdem einen neuen Kunst- und Werkraum und ein Forscherlabor. Weiterhin wird das neue Gebäude alle Voraussetzungen für die notwendige Digitalisierung der Schule erhalten. Im Schuljahr 2018/19 werden wir die neuen Räume beziehen und dann auch das Jubiläum der Schule nachfeiern.